Forschung

KlimaNetze 1.0 & 2.0

KlimaNetze 2.0

Inhalte

Das KlimaTriebwerk Bielefeld ist Teil eines Forschungsprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Das Projekt „KlimaNetze 2.0“ wird seit Anfang 2020 für zwei Jahre im Rahmen der sozialökologischen Forschung FONA gefördert.

Für das KlimaTriebwerk sollen in KlimaNetze 2.0 ein Konzept sowie Finanzierungs-/ Trägerstrukturen entwickelt werden, durch die das KlimaTriebwerk nach Ende der Projektlaufzeit fortgeführt werden kann. Zudem soll geprüft werden, inwiefern sich das KlimaTriebwerk auf andere Themenbereiche und Orte übertragen lässt. Hierzu gibt es im Projekt eine enge Zusammenarbeit mit dem Ernährungsrat Bielefeld und dem Kreis Lippe. All dies wird im Rahmen des Projektes durch wissenschaftliche Forschung begleitet. Leitende Fragen sind dabei: Wie entwickeln sich soziale Klimaschutz-Netzwerke? Und: Wie entstehen soziale Innovationen?

Mit dem Projekt KlimaNetze 2.0 werden Erkenntnisse und Tools aus dem Vorgängerprojekt KlimaNetze weiterentwickelt, umgesetzt, verstetigt und transferiert.

 


Forschungsteam

Konzeption und Aufbau des KlimaTriebwerks werden von einem interdisziplinären Forschungsteam

a) arbeitsteilig unterstützt und
b) forschend begleitet.

Anwendungsorientierte Forschung

Zwei Mitarbeiter*innen der RWTH Aachen University unterstützen als anwendungsorientierte Forscher*innen mit sehr viel Praxiserfahrung den Aufbau des KlimaTriebwerks. Orientierung und Struktur geben, Erfolgsfaktoren integrieren, die Prozesse durch Impulse und inhaltliche Beiträge voranbringen, Verständigungen moderieren, sich in Bielefeld mit der Zeit überflüssig machen und Erarbeitetes für die Übertragung in neue Kontexte aufbereiten – darin sehen die beiden ihre Aufgaben.

Simone Neddermann ist Dipl.-Ing. Landschafts- und Freiraumplanerin, Moderatorin und Prozessgestalterin am Lehrstuhl Planungstheorie und Stadtentwicklung der RWTH Aachen University.

Sie übernimmt im Projekt überwiegend die Konzeption und Moderation der Veranstaltungen.

Britta Rösener lehrt und forscht als Dipl.-Ing. Landschafts- und Freiraumplanerin und Prozessgestalterin am Lehrstuhl Planungstheorie und Stadtentwicklung der RWTH Aachen University.

Sie leitet den Praxisteil des Forschungsprojektes und bringt sich mit inhaltlichen Beiträgen ein.

Theoriegeleitete Forschung

Zwei Mitarbeiter*innen des Institutes für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) und der RWTH Aachen University bilden ein interdisziplinäres raum- und sozialwissenschaftliches Arbeitsteam zur theoriegeleiteten, anwendungsorientierten Grundlagenforschung im Projekt. Sie erweitern die Perspektive beim Aufbau des KlimaTriebwerks durch Recherchen zum wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Das Team erforscht die Entwicklung des KlimaTriebwerks, die Zusammenarbeit mit dem Ernährungsrat Bielefeld und die Übertragung in den Kreis Lippe. Am Ende des Forschungsprojektes führt das Team eine wissenschaftliche Evaluierung zum Aufbau des KlimaTriebwerks durch.

Elena Kaip ist Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Soziologie mit dem Schwerpunkt Technik- und Organisationssoziologie der RWTH Aachen University.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Relationalen Soziologie, Neueren Netzwerkforschung und Mehr-Ebenen-Netzwerken in den Themenfeldern des städtischen Klimaschutzes und von sozio-technischen Innovationen..

Dr. Martin Stark ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe „Raumbezogene Planung und Städtebau“ am Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung.

Er forscht zu Netzwerken und Governancearrangements im Zusammenhang mit Fragen des Klimaschutzes und Klimawandels in der Stadtentwicklung. Er hat im Projekt KlimaNetze 2.0 die Verbundkoordination inne.

Tim Franke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Techniksoziologie sowie Innovations- und Zukunftsforschung der RWTH Aachen University.

Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Zukunfts- und Netzwerkforschung, der Bioökonomie aus soziologischer und transformationstheoretischer Perspektive sowie der kritischen Theorie.

Leitungsteam

Ziele, Zeiten und Zahlen des Forschungsprojektes KlimaNetze 2.0 im Blick behalten, die anwendungs- und theoriegeleiteten Forschungsanteile koordinieren und die Prozesse mit inhaltlichen Impulsen bereichern, das sind die Aufgaben des KlimaNetze 2.0-Leitungsteams.

Dipl.-Ing. Architektin Runrid Fox-Kämper ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung.

Sie leitet zusammen mit Jan Polívka das Projekt KlimaNetze 2.0 und unterstützt das Projekt dabei mit ihren Erfahrungen im kommunalen Klimaschutz sowie aus der Leitung größerer Projektverbünde.

Jun.-Prof. Dr. Jan Polívka ist Leiter der Forschungsgruppe „Raumbezogene Planung und Städtebau“ am Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung. Zudem hat er an der der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen University die Juniorprofessur für „Nachhaltige Wohnbestandsentwicklung“ inne.

Er leitet zusammen mit Runrid Fox-Kämper das Projekt KlimaNetze 2.0.

gefördert von

KlimaNetze 1.0

[Vorgängerprojekt]

Die Idee, ein KlimaTriebwerk für Bielefeld zu gründen, ist in einem Forschungsprojekt gewachsen, das 2016-2019 in Bielefeld mit Förderung durch das BMBF durchgeführt wurde.

Im Forschungsprojekt KlimaNetze wurden zwei Ziele verfolgt: Das Zusammenwirken von Menschen und Organisationen im Bielefelder Klimaschutz sollte 1. untersucht und 2. Anhand von zwei Beispielen konkret verbessert werden. Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurden zwei Klimaschutz-Projekte initiiert, umgesetzt und ausgewertet, in denen Bielefelder*innen aus Verwaltungen, aus der Politik, aus der Bürgerschaft und aus Unternehmen mit Unterstützung durch das Forschungsteam zum Teil erstmalig zusammenarbeiteten.

Beide Projekte waren sehr erfolgreich: Durch die neuartige Zusammenarbeit sind dort, wo sonst Konflikte vorherrschen, zwischen den Beteiligten Kompetenzen, Vertrauen und Verständnis füreinander gewachsen. Dies war wiederum eine Basis dafür, dass durch die Projekte der Klimaschutz in Bielefeld vorangebracht werden konnte. Die Beteiligten im Forschungsprojekt wünschen sich nun, dass in Bielefeld Strukturen und Arbeitsweisen aus dem KlimaNetze-Projekt verstetigt werden, damit zukünftig mehr Klimaschutz in Bielefeld möglich wird – auf der Basis von Respekt, Verständnis und Vertrauen zwischen den Beteiligten.

Verbundpartner waren:

  • Das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS),
  • die RWTH Aachen mit den Lehrstühlen für Planungstheorie und Stadtentwicklung und dem Institut für Soziologie,
  • die Stadt Bielefeld und
  • die Stadt Darmstadt.

Informationen über das Projekt:

 

Unsere Erfahrung im Vorgängerprojekt KlimaNetze, die im KlimaTriebwerk verstetigt werden soll.